Wenn ein Gegenstand die Arbeit der Feuerwehr repräsentiert, dann ist es wohl das Strahlrohr. Über die Jahre hat es sich sehr stark gewandelt. Es wird vielseitig eingesetzt.

  • zur Brandbekämpfung
  • zum Kühlen
  • zum Abriegeln (verhindern der Ausbreitung durch Abschirmen der Wärmestrahlung)
  • zum Niederschlagen von Stäuben und Dämpfen
  • zur mechanischen Entrauchung

Mehrzweckstrahlrohre

Das Mehrzweckstrahlrohr ist ein einfaches Strahlrohr mit drei Einstellmöglichkeiten: Aus, Sprühstrahl und Vollstrahl. Es besitzt ein abschraubbares Mundstück, das die Durchflussmenge halbiert. Der Vollstrahl hat eine große Wurfweite und -höhe. Der Sprühstrahl hat eine bessere Löschwirkung. Diese Strahlrohre sind genormt. Es gibt sie in drei verschiedenen Größen. Wenn B-Mehrzweckstrahlrohre mit zwei statt der sonst erforderlichen drei Personen gehalten werden sollen, muss aus Sicherheitsgründen ein Stützkrümmer eingebaut werden. Dieser lenkt die auftretenden Kräfte so um, dass es gefahrlos von nur zwei Personen gehalten werden kann.

StrahlrohrMündungsdurchmesser
(ohne Mundstück)
Mündungsdurchmesser
(mit Mundstück)
Durchflussmenge ohne Mundstück
(bei 6 bar)
Durchflussmenge mit Mundstück
(bei 6 bar)
BM2216800 (785)400 (415)
CM129200 (235)100 (130)
DM645025
Faustwerte, in Klammern dahinter die Werte nach DIN EN 15 182

Hohlstrahlrohre (HSR)

Hohlstrahlrohre haben eine ringförmige Düse. Deshalb ist der Strahl hinter der Mündung hohl. Dieser Aufbau sorgt für einen stabileren Vollstrahl und eine größere Wurfweite. HSR haben stufenlose Einstellmöglichkeiten des Wasserstrahls, von Vollstrahl bis hin zu einer sogenannten Mannschutzbrause. Die Durchflussmenge lässt sich in mehreren Stufen einstellen. So ist es möglich, einfach die benötigte Wassermenge einzustellen und unnötige Wasserschäden zu verhindern. Im Gegensatz zu Mehrzweckstrahlrohren sind Hohlstrahlrore nicht genormt und die Leistungswerte sind stark vom Hersteller abhängig. Zudem haben sie einen ergonomischen Griff, der ein ermüdungsfreieres Arbeiten ermöglicht.


Sonderrohre

Diese Art von Strahlrohren ist meistens nicht genormt und für einen speziellen Einsatzzweck konstruiert. Löschlanzen zum Beispiel sind gedacht, um bei Strohbränden auch tieferliegende Glutnester zu erreichen. Auch Schaumrohre und Monitore zählen zu den Sonderrohren.


Monitore

Monitore, oder auch Wasserwerfer genannt, sind tragbare oder fest montierte (z.B. auf Anhängern oder Fahrzeugdächern) große Strahlrohre. Mit ihnen kann man meistens Wasser und/oder Schaum abgeben. Taktisch sinnvoll werden sie in Situationen eingesetzt, bei denen viel Wasser über eine große Entfernung nötig ist.

Auf unserem TLF 16/24 ist ein Monitor des Typ AWG HH 1260 verlastet. Dieser kann mit einem Stativ auf dem Boden oder auf dem Fahrzeugdach betrieben werden. Seine Leistung beträgt 1200 l/min bei 8 bar Druck. Dabei beträgt die maximale Wurfweite 50 m.


Schaumrohre

Auch Schaumrohre gehören zu den Sonderrohren. Wie der Name schon sagt, sind sie für den Löschangriff mit Schaum notwendig. (Zum Löschmittel Schaum gibt es bald an anderer Stelle mehr Informationen.) Je nach Schaumart wird ein anderes Schaumrohr benötigt. Es gibt auch sogenannte Kombinationsschaumrohre. Mit ihnen lassen sich Schwer- sowie Mittelschaum herstellen.